Avengers: Infinity War Poster

„Avengers 4“: Wie geht es in „Infinity War 2“ weiter?


Daniel Johnson  

„Avengers: Infinity War“ hatte ein bitterböses Ende für die Helden des MCU in petto. Wie geht es in „Avengers 4“, dem zweiten Teil des Infinity Wars, weiter?

—SPOILERWARNUNG FÜR „AVENGERS: INFINITY WAR“—

Wenn das Ende, der Abspann und die Post-Credit-Szene vom dritten Leinwand-Abenteuer der Avengers gelaufen sind, heißt es erst einmal durchatmen. Der Infinity War fordert so viele Opfer wie noch nie zuvor im MCU, denn der verrückte Titan und oberste Marvel-Bösewicht Thanos schafft es tatsächlich, alle sechs Infinity-Steine an sich zu reißen und die Hälfte aller fühlenden Lebewesen im Universum mit einem Fingerschnippen auszuradieren. Zufrieden zieht sich Thanos in eine ländliche Idylle auf einem unbekannten Planeten zurück und lächelt erleichtert dem Sonnenaufgang entgegen. Was bedeutet das für „Avengers 4“, der Fortsetzung des Infinity Wars?

„Avengers: Infinity War“: Wer stirbt? Wer überlebt? (Spoiler!)

Aus der Perspektive der überlebenden Avengers ist das ein recht offenes Ende, das sie so nicht auf sich sitzen lassen können – der noch titellose „Avengers 4“ könnte trotz Dementi seitens Marvel genauso gut „Avengers: Infinity War Teil 2“ heißen. Die große Frage lautet natürlich: Wie reagieren die übrigen Marvel-Helden in „Avengers 4“ auf den verlorenen Krieg? Eine kurze Inhaltsangabe von „Avengers 4“ tauchte in der Mai-Ausgabe des US-Magazins License Global auf und kursiert seitdem im Netz, wurde aber bald wieder entfernt – das scheint Marvel diesmal doch zu früh für eine solche Enthüllung.

Nun, das Internet vergisst nichts so schnell, daher hier unsere Übersetzung der fast verschwundenen Inhaltsangabe von „Avengers 4“ im Wortlaut:

„Als Kulmination von 22 zusammenhängenden Filmen wird der vierte Teil der Avengers-Saga die Zuschauer versammeln, um Zeuge des Wendepunkts dieser epischen Reise zu werden. Unsere geliebten Helden werden wahrhaftig erkennen, wie fragil diese Realität ist und welche Opfer gebracht werden müssen, um sie aufrecht zu erhalten.“

Wirklich aussagekräftig ist die Synopsis nicht, doch auch so lassen sich einige Überlegungen zum vierten und letzten Teil der Avengers-Filme anstellen. Wir haben drei Theorien für euch, in welche Richtungen die zentrale Handlung der „Avengers: Infinity War“-Fortsetzung gehen könnte.

Tony Stark perfektioniert B.A.R.F. und nutzt es für Zeitreisen-Technologie

Vorgestellt wurde B.A.R.F. (Binary Augmented Retro Framing) bereits in „The First Avenger: Civil War“ als High-Tech-Therapie für vergangene Traumata. Was, wenn Tony Stark die Technologie in „Avengers 4“ derart modifiziert, dass sie in der Lage ist, nicht nur persönliche Erinnerungen in der Gegenwart zu verändern, sondern auch umgekehrt heutige Gedanken in ein früheres Ich zu schicken? Stark könnte sich selbst vor allen möglichen Fehlentscheidungen warnen und zu einem anderen Umgang mit den Infinity-Steinen mahnen.

Diese Theorie klingt ein wenig irre, doch zwei Fakten machen sie zumindest denkbar. Erstens: Die Gebrüder Russo – Regisseure sowohl von „The First Avenger: Civil War“ als auch „Avengers: Infinity War“ und dessen Fortsetzung – verwiesen bei den ständigen Interviewfragen nach einem möglichen Zeitreise-Plot von „Avengers 4“ auf die B.A.R.F.-Technologie. Zweitens wurden am Set von „Avengers 4“ Mitarbeiter mit einem Prop-Koffer samt verräterischer Aufschrift gesichtet:

Why didn't anyone tell me this was not right side up?

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Es ist unwahrscheinlich, dass die B.A.R.F.-Technologie ohne Hintergedanken eingeführt wurde. In „Avengers 4“ könnte sie zu voller Blüte reifen.

Hank Pym & Ant-Man meistern die Quantenebene

In „Avengers: Infinity War“ wurde Ant-Mans Abwesenheit mit einem lapidaren Verweis auf den Hausarrest erklärt, den sich Scott Lang wegen seiner Unterstützung des flüchtigen Steve Rogers während des Civil Wars eingehandelt hatte. Da „Ant-Man and the Wasp“ und „Captain Marvel“ aber vor dem Infinity War spielen und sich prominent mit der Quantenebene beschäftigen – wie seit einem Interview mit dem Quantenphysiker Dr. Spiros Michalakis bekannt ist, der Marvel professionell berät –  kommen andere Szenarien für „Avengers 4“ in Frage.

Dr. Hank Pym erklärte seinem Schützling Scott Lang bereits in „Ant-Man“ die Quantenebene als einen Ort, an dem Raum und Zeit keine Rolle mehr spielen und von dem es kein Entkommen gibt. Genau das aber ist dem neuen Ant-Man gelungen, weshalb Pyms Team in der „Ant-Man“-Fortsetzung alles daran setzt, die Navigation im subatomaren Raum zu meistern, um die dort seit Jahrzehnten verschollene erste Wasp zu retten. Auch Captain Marvels Kräfte und Fähigkeiten könnten sich in der Beherrschung der Quantenebene äußern.

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Wir vermuten, dass die Quantenebene im MCU überall und jederzeit existiert – wer sich dort zurechtfindet, kann an jeden beliebigen Ort zu jedem erdenklichen Zeitpunkt reisen. Zum Beispiel zu einer gewissen Schlacht in New York, in der gleich zwei Infinity-Steine in greifbarer Nähe waren:

Dieses Setfoto von „Avengers 4“ birgt einige interessante Details. Ant-Man, der in besagter Schlacht aus „Marvel’s The Avengers“ noch nicht Teil des Teams war, hat eine unbekannte Technologie fest in seinem Anzug verbaut, während Captain America und Tony Stark sie lediglich mit Haltebändern über die Hand gestreift haben. Ist es Hank Pyms neueste Technologie zur Navigation der Quantenebene, um die Vergangenheit per Zeitreisen zu ändern? Nochmal hinschauen lohnt sich: Ganz anders als im Infinity War trägt Captain America seinen alten Anzug und ist rasiert, während Tony Stark blondiert ist (was er im MCU noch nie war) und einen Anzug mit dem S.H.I.E.L.D.-Emblem trägt (was er noch nie hat). Haben wir es hier mit Helden aus einem parallelen Universum zu tun, womöglich solchen, die den späteren Infinity War gegen Thanos nicht verloren haben? Das führt uns zur Multiversum-Theorie zum zweiten Teil des Infinity War.

Das Marvel Cinematic Universe wird endgültig zum Multiversum

In „Avengers: Infinity War“ nutzt der Oberste Zauberer Doctor Strange den Zeitstein, um Millionen von Möglichkeiten durchzuspielen, wie der Krieg gegen Thanos ausgehen kann, und eröffnet Iron Man, dass nur eine einzige zum Sieg der Avengers führt. Als Thanos dennoch triumphiert, spricht Doctor Strange einen bemerkenswerten Satz, bevor er im Nichts verschwindet: „It was the only way.“ (Es war die einzige Möglichkeit.) Hat Strange gewusst, dass Thanos gewinnen und er selbst sterben würde, und dennoch diesen Ausgang als einzig positiven erkannt? War Tony Starks Überleben der wichtigste Aspekt von Stranges Plan, weil er der einzige ist, der den Infinity War ungeschehen machen kann? Und falls ja: Wie konnte Strange sehen, dass dies der einzige Weg zum Erfolg ist, wenn er in dieser Variante stirbt, bevor ebendieser Erfolg eintritt? Das geht nur, wenn es mehr als eine Realität gibt.

Die Antwort muss also irgendwo im Multiversum liegen, in das Doctor Strange vor seiner Zeit als Oberster Zauberer von Der Ältesten eingeführt wurde. In „Avengers: Infinity War“ bleibt das Multiversum verdächtig unthematisiert. Benedict Cumberbatch hingegen hat bereits angedeutet, dass das MCU kurz davor ist, „in ein Multiversum zu explodieren“.

Das Marvel Cinematic Universe, wie wir es kennen, dreht sich um die Erde-199999. In den Marvel-Comics ist es gang und gäbe, einer Realität eine Nummer zu geben – dort ist die Welt mit dem umfangreichsten Kanon an Geschichten die Erde-616. Wenn Doctor Strange bei seiner Suche nach Auswegen aus dem Infinity War das Multiversum durchdrungen hat, um die zahllosen Gegenstücke seiner selbst zum Kampf gegen Thanos zu konsultieren, könnten wir es in den Marvel-Filmen schon bald mit einer irrwitzigen Fülle an alternativen Superhelden-Realitäten zu tun bekommen: Einem Marvel Cinematic Multiverse.

„Avengers 4“: Laufzeit ist derzeit länger als bei allen vorherigen Marvel-Filmen

Die Theorien schließen sich nicht zwangsläufig gegenseitig aus – „Avengers 4“ könnte einem der genannten Handlungsstränge folgen, keinem davon oder mehrere miteinander vermengen. Ein Zeitreise-Szenario ist für „Infinity War 2“ jedoch momentan am Wahrscheinlichsten. Die Avengers werden im zweiten Teil des Infinity War auf jeden Fall ein großes Comeback brauchen, wenn sie weiterhin als die wahren Beschützer des Marvel-Universums oder gar Multiversums gelten wollen.

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